Chess Classic Mainz 2008

So lange freut man sich drauf, so schnell ist es jedes Jahr auch wieder vorbei. Und schon ist auch die Chess Classic Mainz 2008 Geschichte. Wir Westler waren auch dieses Jahr wieder fast überall zu finden: Auf der großen Bühne (Ehrenmitglied Vishy Anand verteidigte seinen Titel bei der GRENKELEASING
Rapid World Championship), hinter der Bühne als Helfer und auch am Schachbrett im Simultan und in den Open.

Beim Simultan an 40 Brettern holte Vishy Anand sensationelle 39,0 Punkte, er gab nur zwei Remis ab. Auf der Strecke blieben dabei auch der Thomas Meisegeier, Bernd Hein und Mike Rosa. Den dreien war aber das Ereignis es bestimmt wert, vom amtierenden Weltmeister geschlagen zu werden.

Bernd Hein
Dr. Michael Tischendorf

Jenseits des Turnieres erlebten die Westler in dieser Woche Höhen und Tiefen. Als erstes sei hier Bernd Hein genannt, der sich bei einem Sturz schwer verletzte. Bernd, wir alle wünschen dir gute Besserung, und dass du bald wieder zum Gegner-Kneten bei uns bist.

Das schönere Ereignis erlebten Thomas und Jessie: die beiden gaben sich am Donnerstag das Ja-Wort! Herzlichen Glückwunsch und alles Gute im Eheleben, ihr beiden!

Zurück zum Schach: beim FiNet-Open saß vom SC West nur ein Spieler am Brett. Ferdi Niebling holte 5,0 aus 11 Punkten und erreichte damit Rang 133.

Beim ORDIX-Open saßen unter den 688 Spielern dann gleich 6 Westler an den Brettern. Am erfolgreichsten spielte Michael Tischendorf, der mit 7,0 aus 11 auf einem hervorragenden Platz 142 landete. Ferdi Niebling holte hier 5,5 Punkte, das war Platz 352.

Ferdinand Nieblinng

Unser Nachwuchs spielte an den hinteren Brettern: Andreas Kolb spielte trotz Trainingsmangel ein wirklich gutes Turnier, mit 4,0 Punkten kam er auf Rang 589. Richard Qarkaxhija rollte das Feld von hinten auf und kam mit ebenfalls 4,0 Punkten auf Platz 603. Azat Kadyrow startete gut, bekam dann deshalb aber sehr schwere Gegner. Er landete mit 3,0 Punkten auf Rang 647.

Sami Girmatsion ließ sich vom Ambiente beeindrucken und kam mit 2,0 Punkten auf Rang 683. Und bei Axel Kolb machte sich die fehlende Routine bemerkbar, mit 2,0 Punkten kam er auf Rang 685.

Richard Qarkaxhija Azat Kadyrov
Samuel Girmatsion Andreas Kolb
   
"Die im Dunkeln sieht man nicht", wie Conny Schmitt schon vor einigen Jahren mal im Schabernack geschrieben hatte. Dank sei hier allen Helfern, die zwar keine Punkte gemacht haben, aber ohne die dieses Turnier nicht denkbar wäre.